REACH: Chemikaliensicherheit

Laboratory analysisAuflagen, die neue Innovationschancen schaffen

Die REACH-Verordnung (EG) vom Dezember 2006 über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe, deren Ausarbeitung rund sieben Jahre in Anspruch genommen hat, gilt als einer der komplexesten Gesetzestexte der EU. Sie behandelt die Herstellung und Verwendung chemischer Stoffe sowie ihre Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Der damit geschaffene rechtliche Rahmen gibt Herstellern und Importeuren neue Regeln betreffend ihrer Kenntnisse in den Bereichen Zusammensetzung, Kommunikation und Substitution von Chemikalien vor. Nexans sieht diese Auflagen als Anstoß zur Innovation.
 

Antizipieren, Informationen austauschen, innovativ sein

Die Verabschiedung der REACH-Bestimmungen hatte ein doppeltes Ziel: den Schutz der öffentlichen Gesundheit und den Schutz der Umwelt (was oft auf das Gleiche hinausläuft).

Sobald die Verordnung voll in Kraft ist, werden alle Unternehmen in der EU, die chemische Stoffe in einer Menge von 1 Tonne und mehr pro Jahr herstellen oder importieren, diese bei der neuen Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) mit Sitz in Helsinki/Finnland registrieren müssen. Auf diese Weise können die mit den jeweiligen Chemikalien verbundenen Risiken eingestuft und besser beherrscht werden.

Die Verwendung von potenziell gefährlichen Stoffen gilt nach der REACH-Verordnung als unerwünscht, und solche Substanzen sind nach und nach vom Markt zu nehmen und durch sicherere zu ersetzen. Mit jeder Nichtregistrierung stellt sich ein Unternehmen außerhalb des Gesetzes - nach dem Grundsatz „Ohne Daten - kein Markt“.

Die Zulassungspflicht wird für Unternehmen einen starken Anreiz für Innovationen bewirken, wenn sie den Verdacht haben, dass ein Stoff Auswirkungen auf Mitarbeiter, Umwelt oder Verbraucher hat oder ein potenzielles Risiko für diese mit sich bringt.

Seit Beginn der Implementierung von REACH im Jahr 2007 bereitet sich Nexans auf diese neuen Herausforderungen vor. Schon im Stadium der Beschaffung seiner Einsatzstoffe geht der Konzern die Umsetzung von REACH mit Kreativität nach dem Motto „Auflagen in neue Chancen umwandeln“ an.

Statt uns mit den negativen Aspekten der Verordnung aufzuhalten, haben wir geeignete Schlagworte formuliert, die von unseren europäischen Fertigungsstandorten tagtäglich umgesetzt werden. So ermutigen wir diese:

  • zu antizipieren: d. h. im Rahmen des Zulassungsprozesses nach Substitutionsmöglichkeiten zu suchen. Die Verwendung eines gefährlichen Stoffes führt schnell zu einem Verbot, das oft unausweichlich und unwiderruflich ist.
  • Informationen auszutauschen: d. h. intern miteinander zu kommunizieren, um die Auswirkungen einer möglichen Substitution und die optimale Art und Weise ihrer Realisierung abzuklären. Dazu gehört auch die externe Kommunikation mit den vorgeschalteten Lieferanten sowie den nachgeschalteten Geschäftspartnern und Endnutzern. Der Erfolg oder Misserfolg eines Ersatzstoffes entscheidet sich an beiden Enden der Lieferkette.
  • innovativ zu sein: d. h. neue chemische Stoffe zu suchen, die einen Wertzuwachs für das Produkt bedeuten. Innovation infolge der REACH-Bestimmungen passt perfekt zum Ansatz der „nachhaltigen Entwicklung“. Innovation bietet Nexans die Möglichkeit, zu nachhaltiger Entwicklung beizutragen - durch Verbesserung der Sicherheit der Mitarbeiter, durch Minderung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt und durch sicherere Produkte für die Verbraucher.

Nexans weist den Weg durch Erfüllung der REACH-Bestimmungen bei der Fertigung seiner Kabel und gleichzeitige Entwicklung neuer Produkte. Wir streben die 100%-ige Konformität an. Gleichzeitig setzen wir unvermindert unsere Innovationsanstrengungen zur Substitution von chemischen Stoffen zum Nutzen von Geschäftspartnern und Nutzern fort.