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Ein Schritt hin zur Umweltverantwortung
Die Firma Nexans verstärkt ihre Bemühungen zur Erhaltung der Umwelt. Dabei setzt sie auf ein Umweltmanagement-System, das für sämtliche Standorte gilt.
Ein anspruchsvolles System
Das Umweltmanagementsystem des Konzerns ist nach ISO 14 001 zertifiziert und stützt sich auf die Überwachung der Umweltleistung der Standorte mittels ausführlicher Fragenbögen und spezieller Audits. Das Nexans-eigene Qualitätssiegel EHP (Environnement Hautement Protégé, hoher Umweltschutz) wird an Standorte vergeben, welche die vom Konzern festgelegten Kriterien erfüllen.
Abwicklung
Um das EHP-Label zu erhalten, muss Nexans Schweiz wie alle übrigen Produktionsstandorte von Nexans weltweit jeweils zu Jahresbeginn einen Umweltmanagement-Plan erstellen, den das Industrial Management Departement verfasst hat.
Der Evaluationsbogen umfasst 33 Umweltaspekte, die Noten von 0 (weder Risiken noch Auswirkungen für die Umwelt) bis 4 (hohe Risiken und hohe Auswirkungen auf die Umwelt) erhalten. Der Evaluationsbogen muss es ermöglichen, die Umweltleistungen des Standortes laufend zu verbessern. Während das Niveau 4 umgehende Korrekturmassnahmen erfordert, sind bei Niveau 3 Prävention und mittelfristige Massnahmen angesagt. Um das EHP-Label zu erhalten, liegt bei allen 33 Noten – nach einer Überprüfung durch ein Audit – höchstens die Note 2 drin.

In der Schweiz
Die Standorte Cortaillod und Cossonay erhielten 2006 das EHP-Label. Nach drei Audits, die von Ende September bis Anfang Oktober 2009 stattfanden, wurden die beiden Labels erneuert. Gleichzeitig wurde der Standort Breitenbach erstmals mit einem Label ausgezeichnet.
Die Umwelt: Eine Verpflichtung
Die Umweltpolitik beruht in vielen Ländern noch immer auf einem traditionellen reglementarischen Ansatz. Die öffentliche Hand möchte inzwischen eine neue Art des Vorgehens fördern, die ermutigt, statt zu bestrafen. Dabei werden die Wirtschaftsakteure enger in die freiwilligen Vorgehensweisen einbezogen. In der Tat stellt die Umwelt allmählich eine der wichtigsten Komponenten des Managements der Organisationen dar. Die Unternehmen, die sich der Bedeutung der Umwelt in ihrer Entwicklungsstrategie bewusst sind (um ihre Tätigkeit langfristig erhalten zu können), setzen sich immer mehr für solche freiwillige Vorgehensweisen des Umweltmanagements ein. Angesichts des umwelttechnischen Drucks waren die Unternehmen zum Reagieren gezwungen, um ihren Fortbestand nicht aufs Spiel zu setzen. Diejenigen Sektoren, die für die stärkste Verschmutzung sorgten (Chemie, Eisen- und Stahlindustrie), ergriffen als erste solche Umweltschutzmassnahmen. Allmählich gehen die Unternehmen über den rein reglementarischen Aspekt hinaus und beginnen, die Umweltvariable als Gelegenheit wahrzunehmen, das Markenimage zu verbessern. Gleichzeitig versuchen sie, die Glaubwürdigkeit wieder zu erlangen, die durch zahlreiche Industriekatastrophen in Frage gestellt wurde. Die Berücksichtigung von Umweltaspekten ermöglicht es zudem, auf internationaler Ebene wettbewerbsfähig zu bleiben. Natürlich könnten die Unternehmen die Umwelt ignorieren, da solche Aspekte mit zusätzlichen Kosten verbunden sind. Wenn die Umwelt aber nicht berücksichtigt wird, haben die Unternehmen Bussen zu entrichten. Langfristig bedeutet dies mit Sicherheit ihren Ruin. In der Folge müssen die Unternehmen die Umwelt in ihre Entwicklungsstrategie integrieren und solche Aspekte den technischen oder finanziellen Erwägungen gleichstellen.
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