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Nexans, weltweit führender Kabelhersteller, hat eine Seeverlegung zwischen den beiden gegenüberliegenden deutschen Städten Friedrichshafen und Konstanz erfolgreich ausgeführt. Das verlegte LWL-Kabel wird eine ultrarapide Datenübertragung sicherstellen. Der lokale Netzbetreiber, die Stadtwerke Konstanz GmbH, wünschte die Modernisierung des Datenaustauschnetzes zwischen den beiden Städten. Eine Landverkabelung mit einer Seeumrundung und Erdarbeiten wäre ungleich teurer gewesen als die Seekabelverlegung. Das 26 Kilometer lange und über 30 Tonnen schwere Lichtwellenleiter-Kabel (LWL) wurde in einem Stück hergestellt und geliefert. Unter seinem robusten Mantel beinhaltet es vier Edelstahl-Bündeladern mit je 48 Monomode-Lichtwellenleitern.
Umweltschutz Bedingung für die Auftragsvergabe war, dass die eingesetzten Materialien für die Qualität des Trinkwassers unbedenklich sind. Denn aus dem Bodensee beziehen viele Städte und Gemeinden, zum Beispiel bis hin zur Nordgrenze Baden-Württembergs, ihr Wasser. Außerdem war sicherzustellen, dass durch die Verlegung keine Zug- und Brutvögel, Fischlaichgründe oder der ufernahe Pflanzenwuchs beeinträchtigt werden.
Kabelverlegung Das Verlegen des LWL-Kabels, das im Nexans-Werk Rognan (Norwegen) gefertigt wurde, ging dank der ausgeklügelten Planung und Vorarbeiten schnell vonstatten. Nur dreizehn Stunden war die Fähre von Friedrichshafen nach Konstanz unterwegs. Ihre korrekte Position stellte dabei ein satellitengestütztes Ortungssystem sicher, zusätzlich wurden Referenzpunkte an Land zur Lagebestimmung herangezogen. Der Bodensee ist bis zu 250 Meter tief, was ein von der Tiefe abhängiges, perfekt gebremstes Ablassen des Kabels erforderte, damit es sanft auf Grund glitt. Ohne die extra an die Fähre geschweißte Einrichtung wäre das Kabel durch sein Eigengewicht unkontrolliert in die Tiefe gesunken, denn auch im Wasser zieht jeder Meter mit einem Gewicht von 600 Gramm nach unten. Neben Nexans in Mönchengladbach, einem Team der Stadtwerke Konstanz und der Verlege-Crew aus Norwegen sind auch Mitarbeiter von Nexans in der Schweiz beteiligt.
Datenübertragungskapazität zu vermieten Die Stadtwerke Konstanz GmbH möchte die Datenübertragungskapazitäten des LWL-Kabels vermieten. Zum Beispiel Internet-Carrier, die Highspeed-Internetzugänge anbieten, oder Unternehmen, die eine schnelle Standleitung benötigen, können von den zusätzlichen Übertragungskapazitäten profitieren. Zunächst sollen 144 der 192 Fasern in Betrieb gehen, die restlichen bilden Reserve für die Zukunft.
Unter der Nummer 032 843 55 55 stehen wir Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.
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