Nexans liefert zwei supraleitende Strombegrenzer für dauerhaften Einsatz im Verteilnetz von Birmingham

Innovative Strombegrenzer erhöhen die Kurzschlussfestigkeit des Netzes und ermöglichen den Ausbau der CO2-armen Stromerzeugung

Paris, 31. März 2014 – Die Nexans SuperConductors GmbH hat von dem britischen Netzbetreiber Western Power Distribution (WPD) einen Auftrag über zwei supraleitende Strombegrenzer erhalten. Der Auftrag umfasst die Auslegung, Fertigung und Installation der innovativen Betriebsmittel sowie die Lieferung der dazugehörigen Schaltanlagen und hat einen Gesamtwert von etwa 2,6 Mio. Euro. Dies ist bereits der dritte Auftrag aus Großbritannien und der bis dato größte Einzelauftrag für supraleitende Strombegrenzer, den Nexans verbuchen konnte.

Nexans liefert zwei supraleitende Strombegrenzer für dauerhaften Einsatz im Verteilnetz von BirminghamDie Umrüstung des Birminghamer Netzes mit der bahnbrechenden neuen Technologie ist Bestandteil des „FlexDGrid”-Projektes zur Ertüchtigung des bestehenden Netzes, damit es mehr klimafreundlich erzeugten Strom aufnehmen kann. Dazu tragen die neuen Betriebsmittel bei, da sie eine höhere Stromeinspeisung aus dezentralen bzw. regenerativen Quellen ermöglichen. An vielen Stellen machen sie den Ausbau des Netzes mit neuen Umspannstationen überflüssig. Das „FlexDGrid”-Projekt wird mit 17 Mio. GBP aus dem Low Carbon Networks Fund gefördert, einer landesweiten Initiative zur Senkung der Kohlendioxid-Emissionen.

Ziel ist es, Fehler durch Kurzschlüsse zu minimieren, die Ursachen besser zu verstehen und die Höhe der Kurzschlussströme zu senken. Dazu sollen in zehn Stationen Messsysteme für Kurzschlussströme installiert werden und fünf Stationen zusätzlich mit Strombegrenzer–Technologie ausgestattet werden. Der Nexans–Strombegrenzer ist das einzige der verwendeten Betriebsmittel auf der Basis von Supraleitern und soll in zwei der fünf Umspannstationen zum Einsatz kommen. WPD entschied sich für die junge Supraleitertechnologie, weil die Höhe der Kurzschlussströme damit besonders effektiv gesenkt werden kann.

Western Power Distribution setzt auf zukunftsweisende Technik

Nexans’ supplies two superconducting fault current limiters for permanent use on Birmingham's distribution networkDie supraleitenden Strombegrenzer schützen die im Netz nachgelagerten Komponenten besonders wirksam vor Kurzschlussströmen und haben sich in unterschiedlichen Verteilungsnetzen sowie in der Kraftwerkseigenversorgung bereits mehrfach bewährt. Sie sind eigensicher, sehr effektiv und verursachen nur geringe Betriebskosten. Die neuen Systeme in Birmingham sind von WPD als dauerhafte Installationen geplant.


Funktion der supraleitenden Strombegrenzer

Kern der Strombegrenzer sind supraleitende Bandleiter, die mit flüssigem Stickstoff auf eine Betriebstemperatur von etwa -195 °C abgekühlt werden. Im Normalfall lassen die Supraleiterdrähte den Strom ungehindert und praktisch ohne Widerstand fließen. Bei Überschreiten einer kritischen Stromstärke verlässt das Leitermaterial jedoch innerhalb von Millisekunden den supraleitenden Zustand und wirkt als extrem großer elektrischer Widerstand. Dann fließt nur noch ein definierter Reststrom durch den Begrenzer. Für die beiden Umspannstationen Chester Street und Bournville in Birmingham werden die Begrenzer bei einer Spannung von 11 Kilovolt für einen Nennstrom von 1600 Ampere (Chester Street) bzw. 1050 Ampere (Bournville) ausgelegt. Überschreitet der Strom diese Werte, tritt sofort die strombegrenzende Wirkung ein. Im Gegensatz zu einer normalen Sicherung, Unterbrechern oder pyrotechnischen Begrenzern unterbrechen die Strombegrenzer den Stromfluss nicht komplett, so dass der bestehende elektrische Schutz aufrechterhalten werden kann. Außerdem unterbrechen sie auch nicht dauerhaft: Ist die Netzstörung beseitigt und der Begrenzer wieder auf Betriebstemperatur abgekühlt, nimmt er automatisch wieder den Betrieb auf.

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